Wenn Waelder und Felsen ...

 

 

Opernlibretti von Lortzing, Wagner, Salieri, Orff & Co

WENN WÄLDER UND FELSEN UNS HALLEND UMFANGEN...

Ein Abend mit viel Sinn für Unfug!

„Hojotoho!“

 

Libretti zu Opern von Carl Maria von Weber, Richard Wagner, Albert Lortzing, Antonio Salieri, Carl Orff & Co stehen auf dem Programm. Gelesen wurden die Texte bei der Premiere von Diagonale-Preisträgerin Ursula Strauss („Revanche“) und Burgschauspieler Jürgen Maurer.

 

Lohengrin, Zauberflöte, Fidelio, Salome … Opern, die so manchem Musikfreund schöne Stunden bereiten. Wie aber klingen die Texte gelesen und ohne Musik? Strauss und Maurer nähern sich den teils durchaus kitschigen, tiefgreifenden bis gefühlsschwangeren Texten mit höchster Konzentration und Nachdruck, nie aber die Leichtigkeit verlierend, die es ihnen gestattet, ein plötzliches „Hojotoho!“ freudig in den Saal zu rufen.

 

Pathos und Ironie – zwei Seiten, die die beiden Schauspieler an diesem Abend so eng verknüpfen, dass sich ein völlig neuer Zugang zu Tragik, Mitleid, Amüsement und schließlich reiner Unterhaltung der Gattung Oper dem Besucher erschließt: Sei es als „skypendes“ Liebespaar, als faustschwingender Landtagsabgeordneter am Stammtisch oder als rhetorisch betuliche Nachrichtensprecherin: eine Textzeile à la „Wenn Wälder und Felsen uns hallend umfangen, Tönt freier und freud'ger der volle Pokal! Jo ho!“ – Jägerchor und einer der größten Opern-Gassenhauer des 18. Jahrhunderts, musikalisch brillant umgesetzt von Carl Maria von Weber – wirkt plötzlich etwas befremdlich, skurril und bekommt eine neue Fasson!

 

Ein Abend mit viel Sinn für Unfug! Oder wie sagt Wotan in Wagners Walküre: „So tatest du, was so gern zu tun ich begehrt - doch was nicht

zu tun die Not zwiefach mich zwang?“